Streaming-Plattformen in Japan
Vergleichen Sie über 26 Plattformen nach Kategorie, Verfügbarkeit und Preis. Finden Sie den passenden Dienst.
ABEMA ist ein japanischer FAST-Sender (Free Ad-supported Streaming TV), der im April 2016 als Gemeinschaftsprojekt von CyberAgent (55,2 %) und TV Asahi (36,8 %) startete. Im kostenlosen Angebot laufen rund um die Uhr mehr als 25 lineare Kanäle mit Nachrichten, Anime, Sport, Variety, Reality und Eigenproduktionen. Die kostenpflichtigen Premium-Stufen, wahlweise mit oder ohne Werbung, öffnen das gesamte Archiv sowie zusätzliche Live-Übertragungen. Die Inhalte sind überwiegend auf Japanisch und richten sich an den japanischen Heimatmarkt.
FOD (Fuji TV On Demand) ist die Streaming-Plattform des japanischen Fuji Television Network und ist seit 2005 in Betrieb. Eine einzige App vereint die Livestreams der Fuji-TV-Kanäle, die Mediathek der Reality- und Varietyshows und vor allem den prestigeträchtigen Montagabend-Dramaslot Getsu9 (月9), der in Japan kulturellen Kultstatus geniesst. Das kostenpflichtige FOD Premium erweitert das Angebot um ein tieferes Archiv, exklusive Produktionen sowie digitale Ausgaben ausgewählter Magazine. Der Zugriff ist an japanische IP-Adressen gebunden.
Lemino ist der Streamingdienst des japanischen Mobilfunkanbieters NTT Docomo, der im April 2023 als Nachfolger des älteren dTV startete. Der Katalog umfasst mehr als 180.000 Titel und teilt sich in einen werbefinanzierten Gratistarif und das kostenpflichtige Lemino Premium für 990 Yen pro Monat auf. Inhaltlich dominieren Anime, japanische Fernsehdramen, Kinofilme sowie Live-Konzerte und Sportübertragungen. Der Dienst ist auf Japan beschränkt und wird in Yen abgerechnet.
Niconico (niconico douga) ist die japanische Videoplattform, die 2006 gestartet ist und seit 2014 zum Kadokawa-Konzern gehört. Als ältester und einflussreichster japanischer Dienst seiner Art hat Niconico die quer über das Video laufenden Live-Kommentare (Danmaku) etabliert, ein Format, das inzwischen in ganz Asien kopiert wird. Das Programm reicht von nutzergenerierten Videos über Anime-Streams bis hin zu Live-Konzerten, Otaku- und Vocaloid-Kultur sowie Community-Inhalten. Der Gratistarif ist international abrufbar, das Premium-Abo für 550 Yen hebt Auflösungsgrenzen und Warteschlangen zu Stoßzeiten auf.
TVer ist die offizielle japanische Catch-up-Plattform, gestartet im Oktober 2015 als Gemeinschaftsprojekt der fünf grossen kommerziellen Sender des Landes: Nippon TV, TV Asahi, TBS, TV Tokyo und Fuji TV. Das Angebot ist werbefinanziert und kostenlos und liefert wöchentlich rund 150 Stunden neue Inhalte aus Drama, Variety, Nachrichten und ausgewählten Sportformaten. Nach mehreren Jahren starken Wachstums meldet der Dienst heute rund 35 Millionen monatlich aktive Nutzer und gehört damit zu den meistgenutzten Videoangeboten des Landes.
U-NEXT ist die größte kostenpflichtige Video-Mediathek Japans und wird seit 2007 von einem Unternehmen betrieben, das heute unter dem Dach der USEN-NEXT HOLDINGS firmiert. Mit mehr als 360.000 Titeln bietet der Dienst die breiteste legale Auswahl an Anime, japanischem Kino, asiatischen Dramen und Hollywood-Produktionen im Land. Das Monatsabo für 2.189 Yen enthält ein Guthaben von 1.200 Punkten, das für Leih- und Kauftitel verwendet werden kann, die noch nicht Teil des Basiskatalogs sind. Der Dienst ist auf Japan beschränkt.
WOWOW ist ein japanischer Premium-Sender, der seit 1991 als erster pay-pflichtiger Satellitenkanal Japans fungiert und sein lineares Programm im Laufe der Zeit um ein vollständiges Streaming-Angebot erweitert hat. Das Programm reicht von exklusiven japanischen Fernsehdramen und Spielfilmen über Kino-Premieren, Theatermitschnitte und internationale Live-Konzerte bis hin zu eigenen Produktionen, die in puncto Anspruch häufig mit HBO verglichen werden. WOWOW überträgt unter anderem die Finalrunden der Tennis-Grand-Slams und ist ausschließlich in Japan verfügbar.
d Anime Store ist die auf Anime spezialisierte Video-Mediathek des japanischen Mobilfunkanbieters NTT Docomo, in Betrieb seit 2012. Ein einziges Abo für 550 Yen pro Monat öffnet mehr als 5.700 Titel, darunter Simulcasts innerhalb weniger Stunden nach der japanischen TV-Ausstrahlung, zentrale Klassiker sowie zahlreiche OVAs und Kurzfilme. Keine Zusatzsparten, keine Tarifstufen, nur ein fester Preis und ein überwiegend japanischsprachiger Katalog. Der Dienst zählt zu den günstigsten Premium-Angeboten und ist auf Japan beschränkt.
DAZN hat sich in Deutschland als zentrale Adresse für Sport-Streaming etabliert und überträgt unter anderem die Bundesliga, große Teile der UEFA Champions League, Boxen, UFC und ausgewählte US-Ligen. Gegenüber klassischen Pay-TV-Paketen bietet der Dienst mehr Flexibilität bei Laufzeiten und eine Bedienung, die auf Smart-TVs, Spielkonsolen und mobilen Geräten einheitlich funktioniert.
Mit 325 Millionen Abonnenten in 190 Ländern ist Netflix weiterhin der Maßstab, an dem sich die Branche messen lässt. Für deutsche Zuschauer überzeugt der Dienst durch konsequent hochwertige Synchronisation, starke Eigenproduktionen wie Dark und ein stetig wachsendes Angebot an Sport- und Live-Inhalten. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte vor dem Start einen Blick in die Kontoeinstellungen werfen.
Amazon Prime Video ist in Deutschland fester Bestandteil des Prime-Abos, was den Dienst für viele Haushalte zur unausweichlichen Grundausstattung macht. Zum Angebot gehören Eigenproduktionen wie The Boys und The Rings of Power, ein umfangreicher Leih- und Kaufkatalog sowie Live-Übertragungen der UEFA Champions League. Optional lassen sich themenbezogene Channels wie RTL+ oder GEO hinzubuchen.
Disney+ bündelt die Marken Disney, Pixar, Marvel, Star Wars, National Geographic sowie den Erwachsenen-Hub Star unter einer Oberfläche. Der Dienst startete im November 2019 weltweit und im Juni 2022 in Tschechien. Abonnenten wählen zwischen zwei werbefreien Tarifen: Standard in Full HD für zwei parallele Streams und Premium in 4K HDR mit Dolby Atmos für vier Streams. Das Jahresabo spart rund zwei Monatsgebühren.
Max ist der neue Sammelpunkt von Warner Bros. Discovery: die preisgekrönten HBO-Serien, die Kinoproduktionen von Warner Bros., das DC Universe und die Reality- und Dokumentationsbibliothek von Discovery. In Deutschland erscheint das Angebot weiterhin unter dem Dach von Sky und WOW, die internationale Qualität bleibt aber erhalten. Wer Wert auf anspruchsvolle Serien legt, trifft hier auf die dichteste Sammlung am Markt.
Apple TV+ verzichtet bewusst auf Fremdlizenzen und konzentriert sich ausschließlich auf Eigenproduktionen. Die Bibliothek ist deshalb überschaubar, dafür bewegt sich die Qualität bei Titeln wie Ted Lasso, Severance oder Slow Horses durchgehend auf Kinoniveau. Ein einziger Tarif liefert 4K HDR mit Dolby Atmos, ohne Werbung. Für Besitzer von Apple-Geräten ist der Dienst zusätzlich in das Bundle Apple One integriert.
Paramount+ bündelt das Filmarchiv von Paramount Pictures mit den Serien von CBS, MTV und Nickelodeon. Im deutschsprachigen Raum erscheinen viele dieser Titel auch bei Sky und WOW, während der eigene Dienst durch Eigenproduktionen wie das Yellowstone-Universum, Star Trek oder Halo punktet. Mehrere Profile, Kindersicherung und eine saubere Oberfläche machen Paramount+ für Familien attraktiv.